Der SanddornSie kennen Sanddorn noch nicht? Wenn das so ist ...
Er ist ein Ölweidengewächs mit einer ansehnlichen Geschichte, denn schon in der Mongolei verwendete man die Pflanze als Heilmittel für die Augen der Pferde. Daher kommt auch der wissenschaftliche Gattungsname: Hippophae hippos für Pferd und paos bedeutet Licht. Der botanische Artname: Rhamnoides heißt soviel wie kreuzdornähnlich und bezieht sich auf den Strauch Kreuzdorn. Hippophae rhamnoides ist also der lateinische Name für Sanddorn. Und diese Namensgebung stammt wohl von seinem bevorzugten Wuchsort, nämlich den Dünengebieten an der See, oder auch unseren märkischen Sandböden im Havelland. Typische Bestimmungsmerkmale sind an den Ästen die Dornen und die an eine Weide erinnernden Blätter, welche an der Unterseite silberweiße Behaarung fühlen lassen. Die ganz unscheinbaren Blüten entdeckt man von März bis in den Mai und die ersten leuchtend orangefarbigen Beeren findet man je nach Sorte des Sanddorns ab Ende August bis in den späten Oktober. Zur Freude aller Vögel halten die Beeren aber stabil einen ganzen Winter am Ast. Der nussartig schmeckende Samenkern, welcher ein sehr wertvolles Kernöl enthält, wird von einem weichen Fruchtfleisch eingeschlossen. Dieses beinhaltet ein nicht minderwertigeres Fruchtfleischöl. Die ganze Beere schmeckt dann zusammen sauer bis herb so etwa wie unser direkt gepresster Sanddornsaft. Als Strauch wächst der Sanddorn bis zu 5m hoch und alle die selbst ernten wollen, sollten sich genauestens nach der Sorte erkundigen. Nicht unbedingt kleingartentauglich ist die Sorte
Am besten gelingt es auf leichten, kargen gut luftdurchlässigen Böden mit neutralem bis schwach alkalischem pH - Wert,
denn je nach Bodenart, bildet Sanddorn ein bis zwei Hauptwurzeln mit bis zu 2 Metern Tiefe und bildet ein flaches, fast 12 m im Umfang weitreichendes Wurzelsystem. Da der Sanddorn zweihäusig ist, benötigt man ähnlich wie beim Menschen immer Männchen(Pollmix) und Weibchen. Dann braucht man viel Geduld, denn erst nach 3-5 Jahren zeigen sich erste Erfolge. Bis dahin genießen Sie doch einfach unsere leckeren Sanddornspezialitäten, die bringen Sie auf den richtigen Geschmack.
Der Ursprung der Pflanze liegt im asiatischen Raum, hier findet er in den endlosen Steppen beste Bedingungen. Selbst im Himalaya findet man noch Arten des Sanddorns in Höhenlagen bis zu
5000 m, allerdings dann nur noch als ca. 10 cm hoher Strauch mit Beeren, welche einen Anteil von
19 % Kernöl aufweisen können.
Plantagenmäßigen Anbau gibt es in den GUS-Staaten, der Mongolei, China und Deutschland. Immer wieder stellt sich eine Frage: ... Wie kann man Sanddorn ernten, Also vorab, die Ernte ist ein verdammt aufwendiges, mühseliges Verfahren. Manch einer presst den Saft direkt vom Ast, auch „melken“ genannt. Allerdings kann man dabei mit hohen Verlusten an Mensch und Frucht rechnen und der allmählichen Verkümmerung des Strauches schon vorzeitig ins Auge sehen. Eine andere, nicht bessere Methode, ist das traditionelle Abschütteln oder Abstreifen. Hier werden Tücher unter den Busch gelegt und die Beeren dann mit Holzutensilien (keine metallischen Gegenstände!) vom Ast gelöst. Und andere kaufen gleich die Sanddornbeeren bei uns. Wir schneiden die fruchtbehangenen Äste von Hand. Man muss schon genau aufpassen welche, da man eigentlich nur alle 2 Jahre ernten könnte. Dann werden die frischen Zweige in Großraumkisten gepackt und in unserem Kühlhaus bei minus 38°C schockgefrostet. Nach 3-4 Tagen werden die Beeren mit Hilfe einer Rüttelmaschine abgeschlagen, gereinigt und bis zum Verkauf tiefgefroren gelagert und je nach Bedarf von uns dann frisch weiterverarbeitet...deshalb auch „direkt gepresster Sanddornsaft“ Weil der Sanddorn ein riesiges Vitamindepot ist, haben wir Ihn „Zitrone des Nordens“ genannt. Ein Blick in unsere Vitaminfibel verdeutlicht die ganze Sache...
Wir können Ihnen nicht alle Einsatzgebiete des Sanddorns nennen, dazu gibt es schon wieder viel zu dicke Bücher. Hier nur die wichtigsten: Es gibt vielseitige Einsatzgebiete des Sanddorns in der Volksmedizin, mit erstaunlichen Resultaten, welche auch in der Schulmedizin immer mehr Beachtung finden. Auf alle Fälle sollte man nichts unversucht lassen.......
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